Mittwoch, 12. März 2008

Fragenausarbeitung VWL

Fragenausarbeitung (doc, 282 KB)

Montag, 21. Januar 2008

Achte Aufgabe: Geschichte-online

8.1 Beschreibung von Geschichte-online

Geschichte online ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und dem Institut für Geschichte an der Universität Wien . Gefördert wird das Konzept im Rahmen der Initiative Neue Medien in der Lehre an Universitäten und Fachhochschulen des österreichischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie durch die e-learning Initiative der Universität Wien . Darüber hinaus wirken viele historische Einrichtungen wie z.B. an den Universitäten Basel, Graz, Klagenfurt, Innsbruck, München, Salzburg und Wien als Kooperationspartner/Innen.

Das Projekt unterteilt sich grob in vier (fünf) Module:
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Literatur- und Informationsrecherche
  • Geschichtsdidaktik und
  • Hypertextcreator.
  • (News)
Jede Einheit unterteilt sich wiederum in einzelne Hauptthemen, die sich wiederum in diverse Unterthemen aufgliedern. Im linken Frame befindet sich das Navigationsmenü, in der Mitte der dazugehörige Text.

Wissenschaftliches Arbeiten

Das erste Modul setzt sich das Ziel, dem User grundlegende Elemente des wissenschaftlichen Schreibens, wie Themenfindung und Dokumentation sowie Leitfäden zur Erstellung von Rezensionen, Abstracts und Annotationen zu vermitteln. Weiters bieten die Autoren eine umfangreiche Zitationsrubrik und eine Einführung in das Kurrentlesen. Zur Vertiefung besteht die Möglichkeit, kleinere Flash-Übungen durchzuführen.

Literatur- und Informationsrecherche

Diese Rubrik beschäftigt sich mit den verschiedenen Wegen, an bestimmte Literatur oder Informationen zu kommen. Nach dem Intro, welches am Beispiel von Otto Brunners Konzept „ganzes Haus“ einen Überblick über die verschiedenen Wege der Informationsrecherche gewährt, folgen genauere Beschreibungen im Umgang mit z.B. Bibliotheken, Referenzwerken und Zettelkatalogen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Universitätsbibliothek Wien gelegt. Dieser haben die Autoren ein eigenes Tutorial gewidmet.
Die Informationsrecherche bietet Einführungen in klassische Quellen, Datenbanken, Museen und Netzwerken, wobei letztere auch einige internetgestützte Netze behandelt, die wir im Kurs besprochen haben.

Geschichtsdidaktik

Dieses Modul richtet sich vor allem an Lehramtsstudenten. Es bietet Informationen zur Einführung und Theorie sowie zur Unterrichtsgestaltung und Mediendidaktik. Der Unterpunkt Netzwerk Geschichtsdidaktik versucht, internationale und europäische Fragestellungen und Unterrichtsmodelle vorzustellen.

Hypertextcreator

Das letzte Modul stellt Projekte und Datenbanken vor, die mit dem Hypertextcreator konstruiert wurden. Dabei wurden diese Unternehmungen teilweise in Lehrveranstaltungen getestet und die daraus gewonnenen Erfahrungen zur Optimierung der Webseiten verwendet.

Zusätzlich kann man jede einzelne Einheit als pdf-File herunterladen und die Autoren bieten darüber hinaus einen sehr umfangreichen Glossar an. Zudem unterstützt eine Suchfunktion das Finden einzelner Aspekte ungemein.

Mir persönlich war Geschichte-online schon im Vorhinein gut bekannt, da ich im Rahmen der S3 Lehrveranstaltung „Einführung in die wissenschaftliche Wissens- und Textproduktion“ mit dem Projekt gearbeitet habe. Ich fand das Konzept schon damals als sehr hilfreich und kann es jedem Studienanfänger empfehlen.

8.2 Tertiäres Lernobjekt – Geschichtswissenschaftliches Arbeiten

Im Zuge der oben erwähnten S3 Lehrveranstaltung könnte eine mögliche Geschichte-online Unterstützung folgendermaßen aussehen:
  1. Die StudentInnen sollen als ersten Schritt die Rubriken „Geschichtswissenschaftliches Arbeiten“ und „Lesen und Dokumentieren“ durcharbeiten.
  2. Anschließend wäre es sinnvoll, den LehrveranstaltungsteilnehmerInnen das Kapitel Themenfindung, Fragestellungen und Thesenbildung durchnehmen zu lassen. Gleichzeitig sollen sie sich zu einem übergeordneten Thema ein Detailproblem realisieren und dazu einige Fragestellungen und Hypothesen ausarbeiten.
  3. Als nächsten Schritt arbeiten die StudentInnen die Kapitel „Umgang mit Bibliotheken“, „bibliografische Datenbanken“ sowie Netzwerke durch und anhand der dadurch erworbenen Kenntnisse erstellen sie eine vorläufige Literaturliste mit Monografien und Zeitschriften sowie Online-Ressourcen. Durch Recherchetätigkeiten sollen sich die Teilnehmer auf 2-3 Einheiten aus dem Literaturpool konzentrieren und diese genauer bearbeiten.
  4. Als nächstes soll den StudentInnen der Umgang mit Referenzwerken (Modul Literaturrecherche) sowie die Zitationsregeln (Modul wissenschaftliches Arbeiten) näher gebracht werden.
  5. Im folgenden Schritt wird der Aufbau einer schriftlichen Arbeit anhand des Kapitels „Schriftliche Arbeiten“ erläutert. Nun sollte es den TeilnehmerInnen möglich sein, ein Rohkonzept ihrer Arbeit zu erstellen.
  6. Als Abschluss bereiten die StudentInnen anhand der Rubrik „Mündliche Präsentation“ ein kurzes Referat.

Sonntag, 6. Januar 2008

Siebente Aufgabe: Bloggen

in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte

Blogs werden in wissenschaftlichen Zusammenhängen zwar selten genutzt, bieten aber durch ihre leichte Bedienung eine Plattform, die Austausch und Kommunikation fördern. Bloggen stellt darüber hinaus eine hervorragende Möglichkeit dar, Lust auf das Schreiben und Publizieren zu bekommen, der Grundlage für die Arbeit als Historiker/in. Dabei zeigt sich die Weblognutzung als sehr vielseitig. Sie reicht vom Führen einer persönlichen Plattform bis zur Koordinierung von Gemeinschaftsprojekten.
Eine weitere Nutzungsmöglichkeit stellt das Lernen mittels Weblog dar. Wie beim Journal ist es notwendig, regelmäßig Einträge zu verfassen, jedoch mit dem Unterschied, dass diese Vermerke auf ein Lesepublikum ausgerichtet sind. Da ein überwiegender Teil des Lernens nicht in oder an Institutionen stattfindet, stellt der Weblog ein Instrument dar, das den informellen Lernprozess fördert.

Die Produktionsweise von Texten und selbst die Schreibweise hat sich mit der Durchsetzung des Computers stark verändert. Die elektronischen Abfassungen bieten Andockmöglichkeiten und somit ein offenes Bedeutungsgebäude, auf das assoziativ Bezug genommen werden kann. Durch die unterschiedlichen Perspektiven, regt das Medium Diskussionen an. Darüber hinaus bietet der Computer umfangreiche Möglichkeiten bei der Verarbeitung von audio-visuellen Formaten, Datenbanken etc. Zum Medium wird der Heimcomputer aber erst durch die Vernetzung mit der Außenwelt durch das WWW.

Weblogs weisen folgende Eigenschaften auf:

• Regelmäßige Aktualisierung
• Mischform von persönlicher Homepage und Diskussionsforum
• Keine Programmierkenntnisse vonnöten
• Einträge rückwärtschronologisch angeordnet und kommentierbar
• Jeder Eintrag besitzt eine eigene URL Adresse
• Trackbackfunktion – der/die Blogger/in kann Bezüge auf
seinen/ihren Blog nachverfolgen
• Jeder Eintrag erhält sogenannte „tags“, damit wird das
Weblognetzwerk durchsuchbar
• RSS (Real Simple Syndication), Veränderungen auf dem Blog
werden durch einen Newsreader nachvollziehbar.

Durch Experimentierfreudigkeit und Kontinuität im Schreiben entwickelt der/die Blogger/in einen eigenen Stil. Hierbei könnte es förderlich sein, Einträge anderer User zu lesen und diese zu kommentieren. Findet sich ein ansprechender Stil, ist es nützlich, diesen nachzuahmen und so Schritt für Schritt seinen eigenen Schreibstil zu finden.
Ein weiterer Vorteil eines Weblogs stellt die Möglichkeit, eine Vorlesung oder einen Vortrag nochmals schriftlich durchzudenken und auf Ungereimtheiten hinzuweisen. Über Fragen und Ideen kann der/die Blogger/in versuchen eine interessierte Gemeinschaft anzusprechen.
Da sich das Geschichtsstudium immer uneinheitlicher darstellt, ist es eher selten, dass eine Gruppe von Studenten über mehrere Semester gemeinsam studiert. Hier können Weblogs helfen, ein Netzwerk über einen längeren Zeitraum aufzubauen.
Darüber hinaus können Blogs auch als Gedächtnisstütze dienen, da der Arbeitsplatz der Studenten und Historiker häufig wechselt. Im Weblog können die wichtigsten Ressourcen eingetragen und kommentiert werden. Der Überblick bleibt somit erhalten und der Zugriff auf die wichtigsten Links, etc gewährleistet.
Durch die chronologische Reihung der Einträge bieten sich Weblogs als Online-Journale an. Die Schreibprozesse unterstützen die Bewusstwerdung über den eigenen Standpunkt und die eigenen Ziele.
Wenn sich durch die Recherche für eine Seminararbeit eine Sackgasse ergibt, ist es ratsam, sich eine kurze Notiz im Weblog anzulegen. Der Eintrag ist Gedächtnisstütze und Arbeitsauftrag zugleich. Gleichzeitig aber auch eine Chance, Gedanken zu testen und Motivation zu finden. Durch die Veröffentlichung muss auch gelernt werden, mit Kritik umzugehen. Somit ist es ebenfalls möglich, sich mit den Bedingungen und Varianten eines wissenschaftlichen Diskurses vertraut zu machen.
Weblogs bieten die Möglichkeit, von mehreren Autoren betreut zu werden. Dabei kann es sich um eine offene oder geschlossene Gruppe handeln. Bei Gruppenarbeiten kann ein Blog ein informelles Kommunikationsmittel darstellen.
Ein wichtiger Punkt ist auch die Angemessenheit des Eintrags in einem Weblog. Dabei kommen Fragen des Urheberrecht und der Zitierweise auf. Zitate aus Monographien und Zeitschriftenartikeln sind ausführlich zu zitieren, bei Themen aus den Netz sollte eine Verlinkung angebracht und wenn möglich der Autor/die Autorin angeführt werden. Falschinformationen sollten nicht gelöscht sondern mit einem neuen Beitrag aufgeklärt werden. Des Weiteren sollten persönliche Informationen So knapp wie möglich gehalten werden.
Die Erstellung eines Weblogs ist prinzipiell sehr einfach. Für Anfänger empfiehlt sich den Blog bei einem Host (z.B. twoday.net) einzurichten. Fortgeschrittene sollten einen opensource-Weblog auf einem Serverplatz einrichten.

Kommentar

Meiner Meinung nach bieten Weblogs vielfältige Möglichkeiten. Zum einen stellt das Medium ein schnelles und interaktives Kommunikationsmittel dar. Die Gelegenheit, Kommentare zu jedem Beitrag abzugeben gibt Webblogs den Charakter eines umfangreichen Diskussionsforums. Doch auch für den persönlichen Gebrauch als Archiv oder Online Lernjournal scheint das Medium bestens geeignet. Zwar habe ich diese Funktionen noch nicht ausprobiert, finde aber, dass es wert ist, einen Versuch zu wagen.
Vor allem als Arbeitsgemeinschaftsplattform hat das Blog meiner Meinung nach ungeheures Potenzial.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Sechste Aufgabe: Zusammenfassung von Kapitel 5: Die hohe Kunst des E-Learning: Das Bauen hypertextueller Gebilde

in: W. Schmale u.a., E-Learning Geschichte, Böhlau, Wien, 2007.

Anhand der Geschichte von Muskat und Zimt, die im Roman „Mister Aufziehvogel“ von Haruki Murakami erzählt wird, versucht der Autor dem Leser das Grundprinzip von Hypertexten näherzubringen. Die Mutter erzählt ihrem Sohn eine Geschichte, die einem bestimmten Haupthandlungsstrang folgt, der jedoch jedes Mal wenn Muskat sie neu erzählt durch neue Facetten ausgeschmückt wird. Durch solche Erzählnetze werden zwischenmenschliche Beziehungen engmaschiger.
Zwar wird die face to face Kommunikation immer eine tragende Rolle in den Geistes- und Kulturwissenschaften spielen, jedoch sind die medienspezifischen Potenziale von Hypertext nicht zu verachten. Dieser ermöglicht nämlich Beziehungen zwischen Erzählungen und Erwählenden zu stiften. Des Weiteren lassen sich durch Links Bezüge schnell und konkret herstellen. Die „statische“ Fußnote in Printmedien wird durch die „dynamische“ Schnittstelle Link in einem Hypertextnetz ersetzt.
Dieses Netzwerk ist Orts- sowie zeitunabhängig und immer erweiter- und diskutierbar. Somit unterstützt es den prozessualen Charakter jeder Wissenschaft.
Auch für am Entstehungsprozess nicht Beteiligte ist das Verweissystem nachvollziehbar und somit können auch die Anwender selbst für Kohärenz schaffen. Darüber hinaus unterstützt der Hypertext Interdisziplinarität und kollektives Arbeiten.
Abschließend stellt sich der Autor die Frage, warum Hypertext im akademischen Bereich so spärlich eingesetzt wird, wenn das neue Medium doch der globalen „Netzwerkgesellschaft“ entgegenkommt.

Als Gründe werden die Wissenschaftskultur und Bildungstradition mit ihrer Affinität zur Buchform sowie fehlende Anreizsysteme und wenig „soziale Prämierung“ genannt. Somit tritt Hypertext vor allem dort in Erscheinung, wo das Medium der schnellen Informationsbeschaffung dient. Das Potenzial der Interaktions- und Kommunikationsformen wird kaum genützt.
Bei HistorikerInnen trifft der Hypertext auf keine breite Akzeptanz, teils aus Unwissenheit über vorhandene Ressourcen, teils wegen dem schlechten Image und Unbeständigkeit von elektronischen Quellen. Zu guter Letzt sind Hypertextnetzwerke auch nicht einfach aufzubauen, vor allem wenn mehrere AutorInnen mitarbeiten. Hier ist vor allem die Kohärenz wichtig und zwar auf zwei Ebenen:
  • Zwischen den Texten,
  • und auf der Ebene der AutorInnen selbst.
Bei Ersterem muss die Planung von Kontexten und Übergängen gewährleistet sein, bei der AutorInnenkohärenz muss darauf geachtet werden, dass das Team nicht zerfällt oder „zerfranst“, was dazu führen würde, dass die Leser keine „roten Fäden“ mehr erkennen können. Die grundlegenden Elemente eines Hypertextes sind also
  1. Prägnanz auf der Ebene der Module (=informationelle Einheit)
  2. Kohäsive Geschlossenheit der informationellen Einheit
  3. Sinnvolle Verknüpfung jeder Einheit
Diese komplexen Aufgaben zu erfüllen ist zwar mühsam, aber lohnend.

Im nächsten Abschnitt beschäftigt sich der Autor damit, wie Hypertext in Lehre und Forschung umgesetzt werden kann. Ein historisches Ereignis dient als Kernthema, um das die Studenten recherchieren und Essays verfassen. Dies führt zu einem Anwachsen der Hypertextplattform und die informationellen Einheiten können wiederum Ankerpunkt für weitere Analysen werden.
Der auf der Universitätshomepage verfügbare Hypertextcreator (HTC) wurde konzipiert um Lehrende und Studierende in Lehrveranstaltungen zu unterstützen, ohne dabei Programmierkenntnisse vonnöten wären. Der HTC ist in zwei Kategorien unterteilt:
  • Kontexte dienen der Integration zentraler Inhalte,
  • Attribute dienen als Verlinkungssystem.
An der Universität Wien wurde der Hypertextcreator schon einige Male eingesetzt. Ein Kooperationsprojekt von Studierenden diverser Studienrichtungen über ein Gemälde Venedigs von Francesco Guardi veranschaulicht sehr deutlich, wie der Hypertextcreator als Schnittstelle für unterschiedliche Disziplinen dienen kann.
Das leicht einsetzbare Content Management System HTC fördert das Teamwork, die Interaktion der MitautorInnen und kann als Katalysator für Kompetenzerweiterungen dienen.

Samstag, 1. Dezember 2007

Fünfte Aufgabe: Bewertung von Pastperfect

Pastperfect ist ein hypertextgestütztes Internetportal, das thematisch den Zeitraum von 1492-1558 abdeckt.
Die Seite wurde 2004 vom media prix und 2005 von reddot ausgezeichnet. Unterstützt wird die Seite vom Institut für Geschichte, sowie Van Gogh TV/VMS Datenbank und finanziert durch die Österreichische Nationalbank. Eingebettet ist die sie in die Online-Struktur der Universität Wien. Geleitet wird das Projekt laut Impressium von Wolfgang Schmale.

Über die Startseite ist es möglich, zwei verschiedene Versionen der Seite zu erreichen. Zum einen der Zugang mit Flash-Unterstützung, zum anderen per HTML-Text.
Die Flash-Version startet mit einer interaktiven Europakarte, einem Zeitrad und einem Schiff, mit dem es möglich ist, bei passenden Themen in die neue Welt zu „segeln“. Auf der linken Seite werden die einzelnen geschichtlichen Zugänge sowie deren Themen aufgelistet.
Die Flash-Version bietet bei der Navigation mehrere Möglichkeiten. Man kann sich mit dem Zeitrad durch die einzelnen Jahre klicken, wobei sich die Europakarte und die jeweiligen Ereignisse, Rezeptionen und Kontexte verändern.
Alternativ ist es möglich, auf der Karte selbst zu navigieren und nach Stadt und Jahr die jeweiligen Ereignisse und Kontexte durchzuklicken.
Die zweite Möglichkeit sind Schlagworte in der Mitte der Seite, die je nach verwendeter Thematik die Landkarte verändern und wiederum auch andere Schlagworte aufscheinen lassen.
Hat man sich für ein bestimmtes Ereignis wie zB. Leonardos letztes Abendmahl entschieden, erscheint am unteren Ende der entsprechende Text. Besteht Interesse an der Person Leonardos, oder möchte man bestimmte Fachtermini erklärt bekommen, ist es möglich, diese Zusatzinformationen per Biografie- oder Glossarbutton in der oberen Bildschirmhälfte dazuzuschalten.
Zu guter Letzt bietet die Homepage noch eine Suchfunktion an, mit der nach bestimmten Schlagworten gesucht werden kann.
Die Rubrik Kontexte umfasst eine netzartige Struktur in der anhand von Oberbegriffen, wie Wirtschaft oder Politik, gewisse Themen gefiltert werden. Dem Benutzer stehen nun kurze Essays zum Thema zur Verfügung. Des Weiteren kann man auch in die Ereignisebene wechseln.
Der Abschnitt Rezeptionen beschäftigt sich mit Abhandlungen über ein Ereignis im Lauf der Jahrhunderte. Hier kann man besonders gut beobachten, dass geschichtswissenschaftliche Ansichten nichts statisches sind, sondern sich ständig wandeln und neu interpretiert werden.
Die Navigation erfolgt auf einer Zeitleiste, die bis in die Gegenwart reicht. Hier besteht wiederum die Möglichkeit, jederzeit in die Ereignis- und Kontextebene zu wechseln.
Die Rubrik Reflexionen behandelt diverse Essays zu Wissenschaften im Netz, Erfahrungsberichte einzelner Mitarbeiter bei der Erstellung von pastperfect und Evaluation der Website unter potenziellen Zielgruppen.
Die Textversion von pastperfect bietet die selben Funktionen wie die Flash-Version, jedoch mit weniger Interaktivität und sie wirkt deutlich karger.

Als reiner Hypertext ist die Seite meiner Meinung nach sehr gut aufgebaut. Die Verlinkung funktioniert großartig und die Ladezeiten sind gering. Ärgerlich fand ich, dass man nicht mit dem Mausrad navigieren kann. Man muss jeden Text per Schieberegler scrollen.
Programmierfehler entdeckte ich keine, jedoch stürzte mein Internetexplorer des öfteren ab. Ob das Problem bei pastperfect liegt oder nicht kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen. An manchen Stellen, besonders in der Projektbeschreibung und dem Impressum sind die Farbkombinationen blau und weiß nicht gut gewählt, da bei schlechtem Lichteinfall diese Seiten fast unleserlich sind. Ansonsten sind die Texte gut lesbar.
Leider existiert kein vollständiger wissenschaftlicher Apparat. Es wird zwar immer ein Autor angegeben, doch die Quellen liegen im Dunkeln. Interessant finde ich vor allem die Rezeptionen, da sie ein potenzielles Reservoir an Überlieferungen darstellen.
Pastperfect wurde im Netz schon des öfteren rezensiert. Ich möchte hier nur auf die Rezension bei H-Soz-u-Kult und Historicum.net hinweisen.
Eher negativ fallen die nicht vorhandenen Aktualisierungshinweise auf. Leider funktionierte bei mir die Druckfunktion nicht. Zwar war es mit der browserinternen möglich, jedoch muss man hier die gesamte Seite drucken. Feedback kann man jederzeit unter dem Punkt Kontakt auf der Projektseite geben.

Die Seite ist recht gut gelungen, jedoch könnte die Steuerung, vor allem in der Rezeptionsrubrik leichter von der Hand gehen. Die hypertextuelle Konzeption lädt zum „Verzetteln“ ein. Andererseits könnte die ungeheure Informationsfülle und der assoziative Ansatz vor allem Laien den Einstieg in die Materie erschweren. Hier empfiehlt sich eher die lineare Struktur der Textversion.
Die einzelnen Abhandlungen sind gut geschrieben und die Personenhervorhebungen finde ich auch sehr nützlich. Verwendung könnte die Seite in der Lehre finde, vor allem im Seminar- oder Vorlesungsbereich, um den Studenten einen Überblick zu liefern. Ich persönlich werde des öfteren einen Blick auf die Seite werfen, da ich mit der umfangreichen Thematik „frühe Neuzeit“ leider noch nicht so vertraut bin.

Freitag, 16. November 2007

Vierte Aufgabe: Bewertung der Homepage Historicum.net

Historicum.net versteht sich laut eigener Zielsetzung als Netzwerk für die Geschichtswissenschaften an dem sich Institutionen, Privatleute und Wissenschaftler gleichermaßen beteiligen können. Schwerpunkt liegt vor allem in der Geschichte der Neuzeit, jedoch versucht das Projekt auch darüber hinaus zu wachsen. Das Portal bietet in diesem Sinne epochen- und themenorientierte Einführungstexte, Quellen, Aufsätze, Bilder usw. Darüber hinaus betreut das Projekt eine Linksammlung zu historisch relevanten Internetressourcen verschiedener europäischer Länder, eine Zusammenstellung von Links für das wissenschaftliche Arbeiten sowie Tutorials und Materialien für Unterricht und Lehre.
Laut Impressum zeigen sich für die Kernkoordination Gudrun Gersmann und Gregor Horstkemper verantwortlich. Förderer und Partner sind u.a. Ludwig Maximilian Universität München, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Universität Köln und die Bayerische Staatsbibliothek. Eine direkte institutionelle Anbindung konnte ich nicht erkennen.
Historicum.net arbeitet mit anderen Fachportalen wie zeitenblicke (epochenübergreifendes und interdisziplinäres E-Journal), sehepunkte (Rezensionsjournal) und lesepunkte (Rezensionsjournal für Jugendliche) zusammen.

Die Startseite präsentiert sich sehr übersichtlich und strukturiert. Im linken Bereich werden die neuesten Beiträge vorgestellt, im rechten erhält man einen kurzen Überblick verfügbaren Themen sowie ein Notizenfeld, in dem alles Mögliche aus dem Bereich Geschichte angeschlagen wird.
Am oberen Raster ist es möglich, die einzelnen Sparten durchzuklicken. Anschließend teilt sich die Seite in zwei Bereiche. Im linken Frame werden immer die einzelnen Gegenstände aufgelistet, im rechten die detaillierten Informationen. Die einzelnen Themen erweitern sich wiederum in Unterkapitel. Dies fördert die Benutzerfreundlichkeit meiner Meinung nach ungemein.
Die Sparte Themen umfasst 16 Unterkapitel. Diese unterscheiden sich zwar untereinander, jedoch findet man immer wieder eine mehr oder weniger lange Einführung, eine Bibliografie und weiterführende Links. Die Themenbereiche sind sehr breit gefächert und reichen von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. Besonders interessant finde ich den Abschnitt Risorgimento, da er teilweise zweisprachig aufgebaut ist. Äußerst umfangreich ist die Französische Revolution. Neben einer umfangreichen Biografiesammlung existiert noch eine ansehnliche Bildergalerie sowie eine überblicksmäßige Zeitleiste. Die einzelnen Texte sind gut aufbereitet und auch verständlich verfasst.
Die Rubrik Länder versucht Historicum.net ein epochenübergreifendes Informationssystem zur europäischen Kultur und Geschichte aufzubauen. Die neun Länder und Ostmitteleuropa betreuen auch externe Koordinationspartner. Vor allem die osteuropäischen Nationen werden vom Herder Institut verwaltet. Die Länderthemen stellen vor allem gegliederte Linksammlungen mit kurzen Kommentaren dar.
Der Abschnitt Recherche versucht einen Linkkatalog für das wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu Clio-online ist das Angebot jedoch sehr dünn. Behandelt werden Institutionen, Literaturrecherchelinks, Fachzeitschriften, digitalisierte Quellen, Lexika und Fachportale.
Lehren und Lernen soll die Nutzung des Internets in der Lehre erleichtern. Die Themenfelder reichen von einer Archiveinführung über Computer und E-Learning bis zu Linksammlungen. Ein Minuspunkt sind hier die Link-Winks, welche eigentlich laut Homepage wöchentlich oder wenigstens regelmäßig erscheinen sollen, jedoch die letzte Aktualisierung am 31. März 2007 erfahren haben. Besonders interessant finde ich die Unterkategorie Internet und Geschichtsstudium, da es sich mit unserem Kurs überschneidet.
Die Volltextsuche mit erweiterten Suchfunktionen scheint ebenfalls gut gelungen.

Den Typ nach stellt Historicum.net eine Mischform von Hypertexten und Linksammlungen dar. Zitationsvorschläge bieten die Autoren vor allem in der Sparte Themen an. Die Farbverwendung ist auf Seite einheitlich in grün und grau gehalten, außer in der Länderrubrik, in der eher blau dominiert, was möglicherweise auf Europa hindeutet. Der wissenschaftliche Apparat ist sehr gut ausgebaut. Nahezu zu jedem Text liefern die Autoren weiterführende Literatur und Quellen zum Nachlesen. Ein allgemeiner Glossar existiert nicht, jedoch findet sich beim Portal Reformation eine umfangreiche Begriffserklärung nach Buchstaben. Neue Forschungsansätze versucht die Seite nicht zu diskutieren, sondern baut eher an Grundwissensvermittlung. Rezensionen zur ganzen Seite fand ich leider keine, doch wurde bei H-Soz-u-Kult das Portal der Französischen Revolution rezensiert. Bezüglich Aktualisierung oder technische Wartung fand ich keinen Hinweis, außer bei den leider vernachlässigten Link-Winks.
Der Aufbau der Seite ist strukturiert und gut nachvollziehbar. „Fehler“ fielen mir nur im Zusammenhang mit Umlauten auf den Seiten des Herder Instituts auf. Bei den Ladezeiten kam es des Öfteren zu längeren Wartezeiten. Das URL-Design ist meiner Meinung nach sehr gut und immer nachvollziehbar. Sogar auf den externen Herder Seiten kann man noch erkennen, dass es hier eine Verbindung zu Historicum.net besteht. Werbung habe ich keine entdeckt und Feedback kann man jederzeit unter dem Punkt Kontakt erteilen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, besteht die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren.

Historicum.net unterscheidet sich stark von Clio-online, da die Seite vor allem Themen behandelt und vollständige Artikel direkt auf der Seite zur Verfügung stellt. Clio-online versucht als Netzwerk diverse Seiten für Historiker auf einer Plattform zusammenzufassen.
Mir persönlich gefiel die Seite sehr gut. Durch die verständlichen und gut geschriebenen Abfassungen ist die Website einen breiten Adressatenkreis zu empfehlen. Auf jeden Fall macht die Lektüre der Homepage immer Lust auf mehr, weswegen ich auch länger als sonst für diese Aufgabe benötigt habe.

Samstag, 10. November 2007

Dritte Aufgabe: Bewertung der Homepage Clio-online

Clio-online bietet für die Geschichtswissenschaften im deutschsprachigen Raum einen zentralen Einstiegspunkt in das Internet. Laut Impressum sind Prof. Dr. Wilfried Nippel und Dr. Rüdiger Hohls die Projektleiter. Die Projektkoordination übernimmt Dr. Rüdiger Hohls, für die Webredaktion ist Thomas Meyer verantwortlich. Zusätzlich existiert noch ein wissenschaftlicher Beirat, welcher der Projektleitung Empfehlungen ausspricht.
Die Startseite von Clio-online präsentiert sich sehr übersichtlich und kompakt. Am linken Frame besteht für registrierte Benutzer die Möglichkeit sich anzumelden, sowie die Partner der Seite und Projekte an denen Clio beteiligt ist. Außerdem gibt es einen Nachrichtendienst und einen Link zum Sponsor der Seite, dem Haus der bayrischen Geschichte. Der Hauptframe zeigt eine Suchmaske, aktuelle Nachrichten sowie einen Überblick der Funktionen der Seite. Am obersten Rand befinden sich diverse Raster, mit denen man die wichtigsten Sparten durchklicken kann. Diese erweitern sich ebenfalls und zeigen die wichtigsten Unterfunktionen.
Die Anmeldung bei Clio-online läuft folgendermaßen ab: Nachdem man die AGB gelesen und bestätigt hat, wird der Nutzer aufgefordert, eine E-Mail-Adresse, akademischen Grad, sowie den Namen anzugeben. Anschließend musste ich noch einen per Mail (welche im Spam-Ordner landete) zugesandten Bestätigungslink folgen, um die Registrierung abzuschließen. Durch die Anmeldung erhält man die Möglichkeit, E-Mail-Beiträge von H-Soz-u-Kult, Zeitgeschichte-online und geschichte.transnational abonnieren.

Die Rubrik Rezensionen ermöglicht dem Nutzer die Suche nach Rezensionen zu Monografien und Sammelbänden. Dabei werden unterschiedlichste Websites durchsucht.
Der Bereich Webverzeichnis beinhaltet verschiedene Linksammlungen. Unter Bibliografien ist es möglich, Bibliografiesammlungen und Zeitschriftenverzeichnisse zu bestimmten Themen zu durchsuchen. Die Unterkategorie Forschung enthält Links zu diversen Forschungs- und forschungsnahen Projekten, Foren und Rezensionsjournalen. Bei Institutionen besteht die Möglichkeit, diverse forschungsrelevante Einrichtungen wie Archive, Behörden, etc. zu durchforsten. Die Unterkategorie Kataloge bedient Bibliothekskataloge sowie bibliotheksnahe Datenbanken und statistische Datensammlungen. Materialien enthält Internetangebote über Ausstellungen, Lehrmaterialien und Software für den wissenschaftlichen Gebrauch. Der Bereich Multimedia deckt Seiten mit multimedialen Inhalten ab. Die Unterkategorie Nachschlagewerke beinhaltet Lexika, Thesauri und Wörterbücher, Adress- und Personenverzeichnisse sowie weitere Verzeichnisse oder Nachschlagewerke. Unter Quellen findet der Benutzer Links zu Quellen und Quellenverzeichnissen, die für geschichtswissenschaftliche Forschung relevant sein könnten. Die Unterkategorie Portale bedient umfassende thematische Websites, Portale und virtuelle Bibliotheken. Zu guter Letzt findet man noch den Punkt Publikationen, welcher Websites enthält, die mit Veröffentlichungen wie Artikel, Essays, Monografien und Zeitschriften, aber auch Dissertationen und sog. graue Literatur (Bücher und andere Publikationen, die nicht über den Buchhandel vertrieben werden) aufwarten. Jeder Eintrag im Webverzeichnis wird genau beschrieben und enthält noch etliche Zusatzinformationen.
Die Rubrik Institutionen enthält eine Suchmaschine, mit der nach bestimmten wissenschaftlichen Einrichtungen aber auch nach Verlagen oder Behörden gesucht werden kann.
Der Findmittelkatalog bietet einen Zugang zu vorhandenen Findmitteln (dokumentieren den Bestand einzelner Archive und werden üblicherweise in Bibliotheken verfügbar gemacht). Durch die Suchfunktion wird eine gezielte Recherche ermöglicht.
Neue, durch die Benutzer erstellte Artikel werden von der Redaktion geprüft und die Verfasser anschließend in das ForscherInnenverzeichnis eingebunden. Jeder Eintrag enthält eine Kontaktinformation, den wissenschaftlichen Werdegang sowie Publikationen, Forschungsinteressen und Arbeitsgebiete.
Die Clio-online Guides sollen laut Homepage Basiswissen vermitteln. Die drei Kategorien übergreifend, regional und thematisch beinhalten detaillierte Informationen zu den behandelten Themen (z. B. Stadtgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte, etc.). Besonders praktisch fand ich den Einzelseitenmodus, der lästiges Durchklicken durch die Guides erspart.
Die Rubrik Chancen enthält Links zu Stellen- und Praktikumsbörsen, Stipendien, Weiterbildung und eine Studiengangsdatenbank.
Die Metasuche Fachdatenbanken ermöglicht eine datenbankübergreifende Suche. Jeder weiterführende Eintrag ins Web bei Clio-online wird genau beschrieben und enthält noch etliche Zusatzinformationen.

Clio-online ist vom Konzept her ein Hypertext. Die Texte sind für das Medium adäquat aufbereitet. Die Schriftgröße ist meiner Meinung nach in Ordnung, obwohl sie bei höheren Auflösungen ein wenig zu klein geraten könnte. Die Farben sind einheitlich in rot und schwarz gehalten. Die Zitation, vor allem in den Guides, geht in Ordnung, jedoch bietet die Seite keine Zitationsvorschläge (oder ich habe sie nicht gefunden). Durch die Natur der Seite steht Clio-online im wissenschaftlichen Dialog mit anderen Seiten, vor allem auf der Partnerseite H-Soz-u-Kult besteht die Möglichkeit, über ein Diskussionsforum Meinungen auszutauschen. Hinweise für technische Wartungen habe ich außer bei der Rubrik Rezensionen (letzte Aktualisierung 16.10.2007) keine gefunden.
Programmier-, Verlinkungs-, Orthographie- und inhaltliche Fehler konnte ich keine entdecken. Eine explizite Druckfunktion fand ich nur bei den Guides. Beim URL-Design verlässt man nie die Clio-online Struktur, jedoch sind die einzelnen Rubriken durch Zahlen gekennzeichnet (z.B. Webverzeichnis: www.clio-online.de/site/lang__de/40208087/default.aspx). Die Ladezeiten sind durch die schlanke Gestaltung und den Verzicht auf Bilder sehr kurz gehalten. Flash Animationen oder direkte Werbung konnte ich keine erkennen. Feedbackmöglichkeiten scheint es viele zu geben, denn unter der Kategorie Redaktion sind viele Kontaktmöglichkeiten aufgelistet. Durch die ForscherInnendatenbank ist es sehr einfach mit den Rezensenten in Verbindung zu treten.

Als ich zum ersten Mal Clio-online besuchte, war der schiere Umfang der Seite erdrückend. Der logische Aufbau und die einfache Bedienbarkeit erleichtern jedoch den Einstieg. Besonders nützlich fand ich die Hilfefunktion, welche die allgemeinen Funktionen knapp beschreibt. Mir persönlich gefiel die Seite sehr gut und somit hat sie sich eine fixen Platz in meinen Bookmarks erobert. Auf jeden Fall ist Clio-online für jeden (angehenden) Historiker empfehlenswert.

Samstag, 3. November 2007

Zweite Aufgabe: Zusammenfassung Kapitel 2.4 Medienkompetenz und Bewertung der Hompage Europaquellen

2.1 Zusammenfassung des Kapitels 2.4 E-Medienkompetenz

Im ersten Teil des Kapitels versuchen die Autoren den Begriff Medienkompetenz zu definieren. Vor allem in den hochschulischen Kontexten werden erworbene Kompetenzen als Studienziele deklariert. Das Modell von Moser, das direkt auf die digitalen Medien deutet, schlüsselt den Medienkompetenzbegriff in vier Rubriken auf: Technische, Reflexive, Kulturelle und Soziale Kompetenz auf.
Für das E-learning Konzept hat sich E-Medienkompetenz zu einem Schlüsselbegriff entwickelt. Das bestehende Web lässt sich unter diesem Zeichen aufschlüsseln. 1) Bei der Social Software tritt scheinbar die Technologie in den Hinter- und das NutzerInnenverhalten in den Vordergrund. Der zentrale Gedanke dieses Konzepts ist die Teilhabe an der Informationsgenerierung. Ein gutes Beispiel ist das Wiki-Prinzip.
2) Unter semantic web versteht man automatisierte Filter, die es ermöglichen, das Internet gezielter zu durchsuchen.
Durch die vielfältigen Veränderungen im Netz stellt der Aufbau von E-Medienkompetenz eine „aktuelle, aber auch dauerhafte Aufgabe dar“ (Wedekind). Ebenfalls wichtig ist der Abbau des digital divide, wobei die Medienkompetenz hilfreich sein kann.
Aus der Sicht der Geschichtswissenschaft kommt der „digital turn“ keiner Kehrtwendung, sondern einem Drall gleich. Ein ausgearbeitetes Modell einer fachspezifischen Medienkompetenz haben Peter Haber und Jan Hodel entwickelt. Die Kompetenz „Lesen“ zielt auf Informationskompetenz und Quellenkritik, sowie die Kenntnis der wichtigsten AkteurInnen im Web ab. In der Kompetenzdimension „Schreiben“, welche vor allem im Verborgenen oder in fachfremden Workshops erworben wird, ist eine gründliche Ausbildung ebenfalls wichtig. In der Kompetenz des „Redens“ ist es unabdinglich, sich in den geschichtswissenschaftlichen Diskurs einzubringen.
Da das WWW einer ständigen Transformation unterworfen ist, ist es bedeutsam, die Bedingungen des Mediums ständig zu verfolgen und einer fachspezifischen Bewertung zu unterziehen.

2.2 Bewertung der Website Europabegriffe

Geleitet wird die Website Europaquellen von o.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schmale. Die Quellenautopsien wurden von einem Autorenkollektiv verfasst. Gefördert wird das Projekt von der Gerda Henkel-Stiftung. Eingebunden ist die Website in die Internetgestützte Lehre (IGL) der Universität Wien. Das Ziel des Projekts ist die Erforschung der Europabegriffe und Europavorstellungen im 17. Jahrhundert, sowie die Erschließung neuer Quellen über eine Web-Datenbank. Die Querverbindung innerhalb der Texte lässt einen Hypertext, oder eine Mischform vermuten.
Die Seite ist allgemein eher schlicht gehalten. Die blaue Farbe der Hauptseite soll möglicherweise eine Verbindung zu Europa herstellen. Großteils wird mit Grautönen für Hervorhebungen gearbeitet.
Die Startpage ist in zwei Abschnitte gegliedert. Der linke Frame stellt eine Navigation durch die vier Webseiten, die sich mit europäischer Geschichte befassen, dar. Neben Europaquellen kann man hier zwischen einer Enzyklopädie 1492-1558, Quellen des 16. Jahrhunderts, sowie einer Bibliographie navigieren. Des Weiteren gibt es noch eine Kategorie Europalinks und eine Volltextsuche.
Der Hauptframe teilt sich ebenfalls in diverse Sparten auf. Die Quellenbeschreibungen können nach Autoren, Kurztitel und Schlagworten durchsucht werden. Außerdem gibt es eine Zeitleiste der analysierten Quellen und eine Rubrik für Essays. Falls der Besucher den Verantwortlichen ein Feedback geben möchte, hat er die Möglichkeit, dies unter dem gleichnamigen Link zu tun.
Jede Quellenautopsie beginnt mit dem genauen Wortlaut der gefundenen Quelle, sowie einem Zitationsvorschlag. Die Schlagworte unter denen diese Beschreibung gefunden werden kann, sowie der Aufenthaltsort der Quelle in der jeweiligen Bibliothek, werden danach aufgelistet. Darauf folgen eine Kurzbiographie des Autors (gegeben falls mit Bibliographie), eine detaillierte Beschreibung der Quelle und eine Analyse der Europabegriffsvorstellung des Urhebers.
Rezensionen in Fachportalen sowie über Google konnte ich keine finden. Die letzte Aktualisierung erfolgte im Jänner 2007. Leider weist in der Rubrik Europalinks ein externer Link keinen Inhalt mehr auf. Programmier- und orthographische Fehler konnte ich auf den ersten Blick keine feststellen. Die Schriftarten und die Lesbarkeit der Texte ist meiner Meinung nach in Ordnung. Eine explizite Druckfunktion existiert nicht, jedoch funktioniert die Browserdruckfunktion mittels Markierung sehr gut. Da die Website sehr schlicht gehalten ist, sind die Ladezeiten sehr kurz. Von Flash Animationen machten die Ersteller der Homepage keinen Gebrauch, jedoch tauchen des Öfteren Pop-ups auf, welche für Handysoftware und Klingeltöne werben. Direkt in die Website wurde keine Werbung implementiert.
Meiner Meinung nach ist die Seite sehr schlicht, aber funktional und kompakt. Die Informationen sind gut gegliedert und man findet sich sofort zurecht. Die Website richtet sich nicht an Laien, sondern eher an Fachpublikum. Um vielleicht eine größere Reichweite zu erhalten, wäre es ratsam, die Inhalte ansprechender zu gestalten.

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Schmale
Der erste Teil der Aufgabe wurde gut gelöst, auch...
Schmale - 28. Jan, 10:22
Achte Aufgabe: Geschichte-online
8.1 Beschreibung von Geschichte-online Geschic hte...
Roman2606 - 21. Jan, 16:18
Schmale
Sie haben eine eigenständige Zusammenfassung geliefert,...
Schmale - 8. Jan, 10:50
Siebente Aufgabe: Bloggen
in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte Blogs...
Roman2606 - 6. Jan, 16:13

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Zuletzt aktualisiert: 17. Okt, 17:26

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