Vierte Aufgabe: Bewertung der Homepage Historicum.net

Historicum.net versteht sich laut eigener Zielsetzung als Netzwerk für die Geschichtswissenschaften an dem sich Institutionen, Privatleute und Wissenschaftler gleichermaßen beteiligen können. Schwerpunkt liegt vor allem in der Geschichte der Neuzeit, jedoch versucht das Projekt auch darüber hinaus zu wachsen. Das Portal bietet in diesem Sinne epochen- und themenorientierte Einführungstexte, Quellen, Aufsätze, Bilder usw. Darüber hinaus betreut das Projekt eine Linksammlung zu historisch relevanten Internetressourcen verschiedener europäischer Länder, eine Zusammenstellung von Links für das wissenschaftliche Arbeiten sowie Tutorials und Materialien für Unterricht und Lehre.
Laut Impressum zeigen sich für die Kernkoordination Gudrun Gersmann und Gregor Horstkemper verantwortlich. Förderer und Partner sind u.a. Ludwig Maximilian Universität München, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Universität Köln und die Bayerische Staatsbibliothek. Eine direkte institutionelle Anbindung konnte ich nicht erkennen.
Historicum.net arbeitet mit anderen Fachportalen wie zeitenblicke (epochenübergreifendes und interdisziplinäres E-Journal), sehepunkte (Rezensionsjournal) und lesepunkte (Rezensionsjournal für Jugendliche) zusammen.

Die Startseite präsentiert sich sehr übersichtlich und strukturiert. Im linken Bereich werden die neuesten Beiträge vorgestellt, im rechten erhält man einen kurzen Überblick verfügbaren Themen sowie ein Notizenfeld, in dem alles Mögliche aus dem Bereich Geschichte angeschlagen wird.
Am oberen Raster ist es möglich, die einzelnen Sparten durchzuklicken. Anschließend teilt sich die Seite in zwei Bereiche. Im linken Frame werden immer die einzelnen Gegenstände aufgelistet, im rechten die detaillierten Informationen. Die einzelnen Themen erweitern sich wiederum in Unterkapitel. Dies fördert die Benutzerfreundlichkeit meiner Meinung nach ungemein.
Die Sparte Themen umfasst 16 Unterkapitel. Diese unterscheiden sich zwar untereinander, jedoch findet man immer wieder eine mehr oder weniger lange Einführung, eine Bibliografie und weiterführende Links. Die Themenbereiche sind sehr breit gefächert und reichen von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. Besonders interessant finde ich den Abschnitt Risorgimento, da er teilweise zweisprachig aufgebaut ist. Äußerst umfangreich ist die Französische Revolution. Neben einer umfangreichen Biografiesammlung existiert noch eine ansehnliche Bildergalerie sowie eine überblicksmäßige Zeitleiste. Die einzelnen Texte sind gut aufbereitet und auch verständlich verfasst.
Die Rubrik Länder versucht Historicum.net ein epochenübergreifendes Informationssystem zur europäischen Kultur und Geschichte aufzubauen. Die neun Länder und Ostmitteleuropa betreuen auch externe Koordinationspartner. Vor allem die osteuropäischen Nationen werden vom Herder Institut verwaltet. Die Länderthemen stellen vor allem gegliederte Linksammlungen mit kurzen Kommentaren dar.
Der Abschnitt Recherche versucht einen Linkkatalog für das wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu Clio-online ist das Angebot jedoch sehr dünn. Behandelt werden Institutionen, Literaturrecherchelinks, Fachzeitschriften, digitalisierte Quellen, Lexika und Fachportale.
Lehren und Lernen soll die Nutzung des Internets in der Lehre erleichtern. Die Themenfelder reichen von einer Archiveinführung über Computer und E-Learning bis zu Linksammlungen. Ein Minuspunkt sind hier die Link-Winks, welche eigentlich laut Homepage wöchentlich oder wenigstens regelmäßig erscheinen sollen, jedoch die letzte Aktualisierung am 31. März 2007 erfahren haben. Besonders interessant finde ich die Unterkategorie Internet und Geschichtsstudium, da es sich mit unserem Kurs überschneidet.
Die Volltextsuche mit erweiterten Suchfunktionen scheint ebenfalls gut gelungen.

Den Typ nach stellt Historicum.net eine Mischform von Hypertexten und Linksammlungen dar. Zitationsvorschläge bieten die Autoren vor allem in der Sparte Themen an. Die Farbverwendung ist auf Seite einheitlich in grün und grau gehalten, außer in der Länderrubrik, in der eher blau dominiert, was möglicherweise auf Europa hindeutet. Der wissenschaftliche Apparat ist sehr gut ausgebaut. Nahezu zu jedem Text liefern die Autoren weiterführende Literatur und Quellen zum Nachlesen. Ein allgemeiner Glossar existiert nicht, jedoch findet sich beim Portal Reformation eine umfangreiche Begriffserklärung nach Buchstaben. Neue Forschungsansätze versucht die Seite nicht zu diskutieren, sondern baut eher an Grundwissensvermittlung. Rezensionen zur ganzen Seite fand ich leider keine, doch wurde bei H-Soz-u-Kult das Portal der Französischen Revolution rezensiert. Bezüglich Aktualisierung oder technische Wartung fand ich keinen Hinweis, außer bei den leider vernachlässigten Link-Winks.
Der Aufbau der Seite ist strukturiert und gut nachvollziehbar. „Fehler“ fielen mir nur im Zusammenhang mit Umlauten auf den Seiten des Herder Instituts auf. Bei den Ladezeiten kam es des Öfteren zu längeren Wartezeiten. Das URL-Design ist meiner Meinung nach sehr gut und immer nachvollziehbar. Sogar auf den externen Herder Seiten kann man noch erkennen, dass es hier eine Verbindung zu Historicum.net besteht. Werbung habe ich keine entdeckt und Feedback kann man jederzeit unter dem Punkt Kontakt erteilen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, besteht die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren.

Historicum.net unterscheidet sich stark von Clio-online, da die Seite vor allem Themen behandelt und vollständige Artikel direkt auf der Seite zur Verfügung stellt. Clio-online versucht als Netzwerk diverse Seiten für Historiker auf einer Plattform zusammenzufassen.
Mir persönlich gefiel die Seite sehr gut. Durch die verständlichen und gut geschriebenen Abfassungen ist die Website einen breiten Adressatenkreis zu empfehlen. Auf jeden Fall macht die Lektüre der Homepage immer Lust auf mehr, weswegen ich auch länger als sonst für diese Aufgabe benötigt habe.
Schmale - 21. Nov, 16:22

Schmale

Sie meinen einen Schwerpunkt in der "Frühen Neuzeit"; "Neuzeit ist alles von 1500 bis heute. Ihre Behandlung der Seitre gefällt mir jedoch sehr gut, Sie haben Stichproben angelegt und sich nicht aufs positive Beschreiben beschränkt, sondern auch nach weniger gelungenen Aspekten Ausschau gehalten.

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